Karneval in Bechen seit 1951
Von einer Handvoll Frauen mit Kochtopfdeckeln zu einem Verein mit 420 Mitgliedern: die Geschichte der Karnevalsfreunde Bechen.
Eine Kölnerin bringt den Karneval nach Bechen
Sie war 1951 die treibende Kraft hinter dem ersten Weiberfastnachtszug in Bechen. Der bestand zwar nur aus einer Handvoll Frauen, die mit Kochtopfdeckeln schlagend über die Straßen zogen, aber immerhin: Es war etwas los an Weiberfastnacht.
Denn das hatte die aus Köln stammende Käthe Broichhagen vermisst, und tatkräftig wie sie war, flugs selbst Abhilfe geschaffen. Aus dem kleinen Zug wurde ein Verein, aus dem Verein eine Institution, die den Karneval in Bechen bis heute prägt.
Meilensteine
Der erste Weiberfastnachtszug
Käthe Broichhagen, gebürtige Kölnerin, vermisst in Bechen das Treiben an Weiberfastnacht und schafft kurzerhand Abhilfe: Eine Handvoll Frauen zieht mit Kochtopfdeckeln schlagend durch die Straßen, eine „decke Trumm“ ist auch dabei.
Gründung der Karnevalsfreunde Bechen
Ein Jahr später gibt es schon Fahnenschwenker und Musikkapelle, voran marschiert eine bestens gelaunte Käthe Broichhagen. Um den Zug auf die Straße zu bringen, gehen die Damen zuerst „kötten“. Die Idee findet großzügige Spender und vor allem Mitmacher: 1952 wird zum Gründungsjahr. Erste Präsidentin ist Käthe Broichhagen, zum Organisationskomitee gehört auch Christel Pütz.
Das erste Prinzenpaar
Franz Broichhagen, Ehemann der Präsidentin, stellt gemeinsam mit Käthe Funk das erste Prinzenpaar der Bechener.
Der Esel kommt in den Ort
Im Zug 1981 fährt ein Pappmaché-Esel mit, das Wappentier des Kirchdorfs in seiner jecken Form mit rot-weißem Ringelpullover. Zu schade zum Zerstören, wird er nach dem Zug auf dem Dorfplatz aufgestellt. Der Esel greift das Sprichwort von den Bechener Eseln auf, die ihre Waren zum Markt nach Köln brachten.
Der Bronze-Esel
Als der Pappesel dem bergischen Wetter nicht mehr standhält, finden sich schnell Spender für ein dauerhaftes Exemplar. Pastor Lampenscherf spendet bei der Proklamation 1000 Mark, Bürgermeister Hubert Josten sichert Unterstützung zu. Die Künstlerin Heide Dobberkau gewinnt die Ausschreibung. Der Bronze-Esel kostet 25.000 Mark, 20.000 Mark kommen bei einer Haussammlung zusammen. Bis heute steht er in der Bechener Ortsmitte.
Die Prinzengarde
Die Prinzengarde der KfB vun 1989 wird gegründet. Christian Pütz, der spätere Präsident und heutige Ehrenpräsident, ist als Prinz seit 1989 aktiv.
Das Vereinsheim
Im Gewerbegebiet Cliev entsteht das eigene Vereinsheim. Hier sind seitdem die Karnevalswagen untergebracht, und die Tänzerinnen und Tänzer trainieren in einem Raum mit Schwingboden.
40 Jahre Bechener Esel
Am 19. und 20. August 2023 feiert Bechen das 40-jährige Jubiläum seines Bronze-Esels.
Neuer Präsident, 850 Jahre Bechen
Bei der Jahreshauptversammlung am 24. Juni 2025 wird Marc Pütz zum Präsidenten gewählt. Ehrenpräsident Christian Pütz bleibt dem Vorstand dank einer Satzungsänderung beratend erhalten. Der Verein zählt 420 Mitglieder und feiert mit dem ganzen Ort 850 Jahre Bechen.
Session unter dem Motto „Unser Hätz is jeck“
Prinz Andreas I. und Prinzessin Alexandra I. führen die Karnevalsfreunde durch die Session. Der Sessionsorden 2026 ist der erste Teil einer Trilogie, die bis 2028 vollendet wird.
Bechen feiert






Wir haben ihnen viel zu verdanken
In Treue und Verehrung gedenken wir unserer verstorbenen Ehrenpräsidentin Käthe Broichhagen, unseres verstorbenen Ehrenvorsitzenden Willi Höller sowie unserer verstorbenen Ehrenmitglieder Franz Broichhagen, Josef Hansknecht, Hannelore Hilgers, Peter Horn und Willi Höller sen.
Unsere verstorbenen Prinzessinnen
- Meta Arnold
- Paula Bay
- Hilde Blechmann
- Käthe Broichhagen
- Käthe Funk
- Karin Funk
- Hannelore Hilgers
- Ulla Höh
- Adele Höller
- Editha Höller
- Irene Hüpgen
- Marion Kalthoff
- Marianne Koch
- Mia Langen
- Elfriede Linder
- Liesel Pauly
- Angelika Schneider
- Elfriede Selbach
- Martha Wurth
Unsere verstorbenen Prinzen
- Willi Arnold
- Hans-Georg Bay
- Gottlieb Botz
- Franz Broichhagen
- Dieter Emunds
- Ewald Funk
- Heinz Geus
- Heinz Hilgers
- Herbert Höh
- Franz Hüpgen
- Uwe Kirchhoff
- Hans-Josef Koch
- Willi Langen
- Alfred Neuenhaus
- Hans Odenthal
- Emil Pauly
- Hans-Josef Pütz
- Willi Schmitz
- Siegfried „Bubi“ Schulte
- Josef Selbach
- Josef Tillmann
- Bernd Weber
- Hermann-Josef Wurth